Die Internetseite »www.dubistanders.de« ist eine Online-Ausstellung über Jugendliche aus ganz Europa, die in der Zeit des Nationalsozialismus als »anders« ausgegrenzt und verfolgt wurden. Sie porträtiert 15- bis 21-Jährige, die nicht anders als heutige Jugendliche auch, Wünsche, Ängste, Träume und Überzeugungen hatten. Sie schrieben Tagebuch oder Gedichte, machten Musik oder spielten Fußball.
Einige der Jugendlichen sind prominent, so wie Sophie Scholl, die meisten aber sind unbekannt. Sie wurden aus unterschiedlichsten Gründen zu Verfolgten. So erinnert die Ausstellung an Lebensgeschichten von jüdischen Jugendlichen, Sinti, als »asozial« Verfolgten, Homosexuellen, politisch Andersdenkenden und Widerständlern, Menschen mit Behinderung, Zeugen Jehovas, Kriegsgefangenen, Kindern während der Leningrader Hungerblockade sowie Opfern der Wehrmachtsjustiz. Allen bislang 30 Akteuren der Ausstellung ist gemeinsam, dass sie sich in einem menschenfeindlichen System selbst zu behaupten versuchten.
Auch Grafeneck spielt in einer der vorgestellten Biographien eine Rolle und ist mit dem Schicksal eines Jugendlichen verknüpft:
http://dubistanders.de/Friedrich/und-seine-Freunde-mussten-schnell-ihre-Sachen-packen-und-in-die-grauen-Busse-steigen-Fahrtziel-Unbekannt
Die Online-Ausstellung ist für den Schulunterricht einsetzbar. Jugendliche können mithilfe der vorgestellten Biographien selbstständig forschend lernen. Die Ausstellung (Ein Projekt der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas) ist erweiterbar und ein interaktives Erinnerungsprojekt.